Regen, kalt, Herbstanfang!

Wer sich davon runterziehen lässt, ist selbst dran schuld. Mit der richtigen Kleidung und einem perfekten Wanderpartner, macht ein Ausflug in die Natur immer Spaß.
Viele fragen mich, wie ich meine Touren plane, meine Antwort: meist gar nicht. Ich such mir immer nur eine Region und eine Sehenswürdigkeit raus… es wird sich schon was Interessantes finden während man unterwegs ist.
Da unsere letzten Touren auch im Idarer Umland stattfanden und uns die Gegend richtig gut gefällt, war klar, dass wir dort wieder starten wollen.

Vor ein paar Tagen wurde mir das Bild des einsamen Turmes (ich nenne ihn so) geschickt und es war klar, dies ist unser Ziel.

Wer mit offenen Augen durch Idar fährt wird ihn selbst entdecken… 

Nach kurzer Suche und ein wenig Recherche auf Google Maps, ging es querfeldein, über Stock und Stein, bis wir den Turm über uns aufragen sahen. Wow, nur noch die letzten paar Meter, des für mich echt steilen felsigen Abhang hoch, und wir sind da! Der Ausblick war klasse! 

Was es ursprünglich mal war? Keine Ahnung. Vielleicht ein Wachtturm… 

Da wir doch schneller dort waren als gedacht, hatten wir noch super viel Zeit. 

Also ging es zum Bismarkturm in Idar-Oberstein (wegen COVID-19 geschlossen), was einem aber nochmals einen klasse Ausblick beschert hat.

So langsam kam der Hunger und wir überlegten wo wir unser Picknick, im Trockenen, genießen könnten.

Es ging Richtung Börfink am „Bunker Erwin” vorbei. Ich wusste von meiner früheren Wanderung (Traumschleifen Ochsentour), dass dort in der Nähe, eine Wanderschutzhütte ist, mit dem Namen Ochsenstall.
Gesagt, getan, gefunden, gemampft!

Endlich hat es aufgehört zu regnen.
Die Farben der Bäume und das strahlende Grün des Mooses waren faszinierend.
Wir wollten noch nicht nach Hause und da wir nun schon in der Kante waren, haben wir einen Abstecher an den Erbeskopf gemacht.

Im 360° Blick über den Nationalpark Hunsrück Hochwald zu schauen ist super!
Doch nicht nur die Natur ist zu bewundern, sondern auch die kleinen/großen Kunstwerke die dort überall stehen. Am besten fand ich das Abbild von Rheinland-Pfalz mit richtungsweisenden Betonpfeilern, worauf du die darum liegenden Berge, deren Entfernung und Höhe sehen kannst.

“Durch COVID-19 hab ich dieses Jahr extrem viel von Deutschland gesehen, da ich wegen Quarantänegefahr nicht ins Ausland wollte, und habe festgestellt, dass unsere Region mit zu den schönsten Deutschlands zählt. Also geht raus, entdeckt eure Heimat neu und lasst euch nicht unterkriegen…”

Lena